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  • Thomas Ruhrmann

Digitale Medienkompetenz stärken im Webklicker-Projekt im Jahrgang 5

Aktualisiert: Apr 16

In der Woche vom 8.3.2021 bis 12.3.2021 führten die Klasse 5c von Herrn Karrasch und die Klasse 5a von Herrn Ruhrmann das Projekt „Webklicker“ von medienblau durch. Im Rahmen dieses Projekts sollten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen wichtige Kompetenzen für einen sicheren und kreativen Umgang mit dem Internet erwerben. Da sich der Jahrgang 5 seit dem 22.2.2021 im Wechselunterricht befindet, erfolgte die Durchführung für die eine Hälfte der Klasse als Präsenzveranstaltung in der Schule und für die andere Hälfte von Zuhause aus. Umgesetzt und begleitet wurde das Ganze von zwei erfahrenen Trainer*innen sowie den beiden Klassenlehrkräften. Wer sich nun fragt, wie ein solches Projekt mit geteilten Klassen während der Corona-Pandemie überhaupt durchzuführen ist, dem sei Folgendes gesagt: In Zeiten, in denen die Digitalisierung mehr und mehr Einzug in den Schulalltag erhält, ist dies ohne Probleme möglich! Für die Gruppe A (Präsenz) und die Gruppe B (Homeschooling) war jeweils einer der beiden Trainer*innen verantwortlich und schaltete sich den Lernenden per Video über das Konferenzsystem BigBlueButton zu. Auf diese Weise war gewährleistet, dass alle Mitglieder der Klasse über die gleichen Themenbereiche informiert und bei den zugehörigen Aufgaben angeleitet werden. Die Schülerinnen und Schüler in Präsenz profitierten hierbei von der sehr guten technischen Ausstattung der IGS Wollenbergschule Wetter, denn sie durften zwei Tage lang mit den kürzlich eingetroffenen iPads im Klassenraum arbeiten, was wiederum eine hohe Motivation bei ihnen hervorrief.

Im Zuge des Projekts wurden am ersten Tag unter anderem folgende Fragen näher beleuchtet:

„Wem gehört eigentlich das Internet?“

„Ab welchem Alter darf ich WhatsApp nutzen?“

„Welche Regeln sollen in unserem Klassenchat gelten?“

„Was ist Cybermobbing und wie verhalte ich mich, wenn ich selbst ein Opfer davon geworden bin oder ein(e) Freund(in)?“

Vielen Schülerinnen und Schülern war bis dahin nicht wirklich klar, dass das Internet nicht Google oder Facebook oder jemand anderem gehört. Nein, es gehört keiner bestimmten Person oder einem bestimmten Unternehmen, sondern allen Menschen auf der Erde! Auch, dass WhatsApp sich durch den Verkauf personenbezogener Daten finanziert, brachte so einige staunende Blicke hervor. Da WhatsApp oder die schul.cloud sehr häufig für die klasseninterne Kommunikation genutzt werden, war es umso wichtiger, mit den Lernenden Regeln für einen Klassenchat zu erarbeiten und in einer Art Vertrag festzuhalten. Der erste Tag endete mit einem Online-Quiz in Form eines kleinen Wettbewerbs, in welchem das bereits Gelernte noch einmal wiederholt und abgefragt wurde.

Am zweiten Projekttag standen zunächst die Rechte der Kinder im Internet im Mittelpunkt.

„Darf ich ungefragt ein Bild von einer Person machen und dieses weiterschicken?“

„Dürfen meine Eltern meine Telefonnummer und mein Geburtsdatum an meine Klassenlehrkraft weitergeben?“

„Darf ich ohne Weiteres ein Bild, welches ich auf Google gefunden habe, für meine Homepage verwenden?“

Anhand solcher und ähnlicher Fragen wurden den Schülerinnen und Schülern das Recht am eigenen Bild, das Urheberrecht und der Datenschutz näher gebracht. In der darauffolgenden Online-Einheit wurde den Lernenden gezeigt, wie sie an lizenzfreie Bilder kommen, welche sie beispielsweise auf ihrer Homepage oder für Präsentationen in der Schule verwenden dürfen, und wie sie ein sicheres Passwort erstellen können. Des Weiteren wurden sie darüber informiert, welche Altersfreigaben es hinsichtlich bestimmter Medien wie Filmen, Serien oder Videospielen gibt (FSK, USK). Sehr viel Freude bereitete den Schülerinnen und Schülern die anschließende Praxis- und Kreativeinheit, in der sie eigene Memes mithilfe eines Meme-Generators erstellen durften.

Das Projekt „Webklicker“ schloss in beiden Klassen jeweils mit einem Elternabend ab, der ebenso wie die beiden Projekttage zuvor online-gestützt als Videokonferenz stattfand. Der (Online-)Elternabend wurde von den Kindern mit vorbereitet und mit gestaltet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden sowohl die selbst erstellten Medienprodukte der Kinder vorgestellt als auch das neu erworbene Wissen an die Erziehungsberechtigten weitergegeben. Letztere durften dann auch gleich in einem kurzen Quiz ihre Medienkompetenz unter Beweis stellen und zeigen, was sie gelernt haben. Durch den Abend führten die beiden Trainer*innen und lieferten zudem wichtige Impulse zur Medienerziehung.

Insgesamt fiel das Feedback für das Projekt „Webklicker“ seitens der Schülerinnen und Schüler grundsätzlich positiv aus. Man habe in den zwei Tagen sehr viel Neues erfahren und sehr viel Spaß gehabt. Für das nächste Mal wünsche man sich allerdings, dass man das Projekt wieder mit der gesamten Klasse in der Schule durchführen könne, da man mittlerweile einander doch sehr vermisse.

Thomas Ruhrmann

(Klassenlehrer 5a)


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