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  • Sabine Matzen

Endlich wieder in Präsenz: Lehramtstudierende der Universitäten Marburg und Gießen im Praktikum


Studierende im Schulpraktikum an der WSW von li. nach re.: Stephan Gaul, Lisa Leh-mann, Ann Sophie Weag, Nele Filmer und Henning Schneider (fehlend: Paula Bach-mann)


Danke an alle an der Wollenbergschule für die Offenheit, wieder ein Praktikum an der Schule zu ermöglichen“ sagt Student Stephan Gaul aus Gießen, der die WSW viele Wochen als einen „Ort der Vielfalt“ erlebt hat. „Ich fand es sehr lehrreich, einmal eine Integrierte Geamtschule von innen kennenzulernen. Was für wunderbare Möglichkeiten bietet hier das vielfältige Ganztagsangebot mit den vielen täglichen Angeboten. Ich bin auch überrascht, welches Potential in den iPad-Klassen an der WSW entfaltet wird.“ meint der Gießener Student Henning Schneider. Die Marburger Biologiestudentin Nele Filmer ergänzt: „Die große Vielfalt an Draußen-Lernorten, wie Streuobstwiese, Teichbiotop und Bienengarten ist schon außergewöhnlich!

Diese und weitere positive Rückmeldungen gaben Lehramtsstudierende der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg in der Abschlussbesprechung im Schulseminars zu ihren Erfahrungen im Schulpraktikum, welches sie an der WSW als notwendigen Teil ihrer Ausbildung bis zu den Herbstferien absolvieren konnten.

Damit wurde es ihnen nach langer Zeit coronabedingter Einschränkungen im Wechsel- und Distanzunterricht, die keine persönliche Anwesenheit an der Schule und der Universität, sondern nur Ersatzleistungen zuließen, wieder ermöglicht, das Berufsfeld Schule direkt vor Ort kennenzulernen und auch miteinander als Studierende wieder persönlich in Kontakt zu treten.

Viele Türen standen und stehen den den Studierenden an der WSW unter Einhaltung des schuleigenen Hygienekonzepts mit regelmäßigen Testungen erneut offen. Die Komplexität und Vielschichtigkeit des Lehrerberufes kann durch Besuche im Unterricht, erste angeleitete Unterrichtsversuche, die Mitarbeit an Projekttagen (der Wetteraner Bote berichtete mehrfach) und die Teilnahme an Konferenzen handelnd erfahren werden. Dazu gehört auch, einmal eine Klasse oder Lehrkraft einen ganzen Tag vor- und nachmittags in der Schule zu begleiten.

Es gilt regelmäßig entweder einmal nur die Praxis zu beschnuppern ( Orientierungspraktikum vor der Aufnahme eines Lehramtsstudiums), 14 Tage den Unterricht nach gezielten Analysefragen zu beobachten (PraxisStart der Universität Marburg), 6 Wochen (Universität Gießen) oder 8 Wochen (PraxisLab/Uni Marburg) auch Praxiserfahrungen im allgemeinen Schulpraktikum oder fachdidaktischen Praktikum in einem seiner Fächer zu sammeln.

Begleitet und betreut wird das Praktikum durch die vielen engagierten Lehrer:innen an der WSW, die den eigenen Unterricht freiwillig für studentische Hospitationen öffnen, und deren Offenheit und Zugewandtheit bei den Studierenden wieder gut ankam. „Die Lehrer:innen waren immer ansprechbar, gaben mir ein gutes Feedback. Ich fühlte mich immer willkommen“, fasst es Lisa Lehmann, Uni Gießen, zusammen. Diese ermöglichen dem Nachwuchs zum Teil auch eigenen Unterrichtsversuche, unterstützen die Studierenden bei ihrer Vor- und Nachbereitung und reflektieren mit ihnen gemeinsam die Praxis. In den langen Schulpraktika findet jeweils mindestens ein Unterrichtsbesuch durch die Universität statt, der auch schriftlich vorbereitet werden muss, aber nicht benotet wird. Das durch die Praktikumsbetreuerin Sabine Matzen, die auch organisatorisches Bindeglied zu den Universitäten ist, durchgeführte wöchentliches Schulseminar dient der inhaltlichen Information zu allem, was mit der schulischen Organisation der WSW in Verbindung steht, dem inhaltlichen Austausch von Erfahrungen untereinander und der Beantwortung auftretender Fragen.

Fördern und Fordern wird an der Wollenbergschule optimal umgesetzt, denn es gibt viele Förder- und einen Riesenpool an Forderangeboten. Man glaubt hier an die Schüler:innen und gibt ihnen alle Chancen“, lobt Studentin Lisa Lehmann, die sehr erstaunt darüber war, welche Rolle gerade pädagogischen Konferenzen bei der Umsetzung binnendiffenzierten, auf das einzelne Kind zugeschnittenen Unterrichtsmaßnahmen, zukommt. Ihre Kommilitonin Ann Sophie Weag bekräftigt, dass die WSW die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ aufgrund der guten Atmosphäre zwischen den vielfältigen Schüler:innen und Lehrer:innen zu Recht trüge. In seinen Abschlussworten an die Studierenden betonte Schulleiter Andreas Irle, wie gewinnbringend ein große Einsatz, den die Studierenden in ihrem Praktikum für die WSW geleistet haben, auch für ein zufriedenes späteres Berufsleben sei: „Übernehmen Sie Verantwortung in der Schule, in der Sie später arbeiten.“

Für die Wollenbergschule und die Studierenden sind die Praktika zudem ein gewinnbringender, fortlaufender Prozess, da innovative Unterrichtsansätze, die an der Universität in Vorbereitung auf die Praxisphase in Lehrveranstaltungen entwickelt werden, als Impulse in die Schule eingebracht werden. Die nächsten Praktikannt:innen sind schon wieder seit dem 25.10.2021 am Start.

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