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  • Frida Lensch

"Ich male meine eigene Realität" Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Kunstreunden Wetter e. V.


„Ich male meine eigene Realität“ (Frida Kahlo)



Mit diesem Zitat meiner Namensvetterin möchte ich, Frida Lensch, mich herzlich der Gemeinde Wetter, als neue Kunstfachleiterin der Wollenbergschule vorstellen.


Dieses Zitat soll insbesondere einen Einblick in den Leitgedanken meines Kunstunterrichts verschaffen. Es steht demnach die Realität meiner Schüler-innen und Schüler und ihre Wahr-nehmung sowie die Ausgestaltung dieser im Fokus des Geschehens.

Ihre Realität, also ihre Lebens-wirklichkeit, soll und wird durch die intensiven Auseinandersetzungen mit verschiedensten Bereichen der Kunst wie der Malerei, Grafik, Plastik, Architektur und Design in Form des künstlerischen Handelns zum Vorschein gebracht, gemeinsam analysiert und kritisch reflektiert werden.


So liegt der Fokus zum einen auf der planerischen Vorbereitung und dem ge-staltenden Tun. Hierbei erfolgt die Aneignung von angeleiteten als auch experimentellen Strategien sowie das Erlernen der Beschaffenheit von Materialien sowie ihren individuellen Möglichkeiten und Reizen. Auf diese Weise wird eine facettenreiche bildnerische Ausdrucksmöglichkeit der eigenen Realität geschult.

Zum anderen wird auf die Begegnung mit Bildern großen Wert gelegt, sodass die eigene Wahrnehmung unter die Lupe genommen wird, um einen geschärften und objektiven Blick auf die eigenen sowie fremden künstlerische Ergebnisse und Prozesse künstlerischer Arbeiten nehmen zu können. Im Zuge dessen wird die Realität der Lernenden auf die neuen Erkenntnisse erweitert.


Durch unsere Ausstellung der künstlerischen Schülerwerke vom 14. Juni bis zum 9. Juli im Kunstpavillion der Kunstfreunde Wetter e. V. können wir als Schulgemeinde einen kleinen Ausschnitt der Realität unserer Schülerinnen und Schüler der Wollenbergschule darbieten.

Hierbei handelt es um die erste Präsentation der Schülerwerke im öffentlichen Raum, welche in Kooperation mit dem Kunstverein Kunstfreunde Wetter erfolgt.


Als Kunstfachleiterin bin ich sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem Kunstverein. Insbesondere bin ich gespannt auf neue, gemeinsame Projekte und Innovationen, die unsere Schule sowie den Unterricht selbst künstlerisch und zielorientiert weiterentwickeln werden!


Die ausgestellten Schülerarbeiten wurden in der Zeitspanne vom November 2020 bis Juni 2021 angefertigt. Hierbei handelt es sich um Arbeiten aus verschiedenen künstlerischen Bereichen:

Jahrgang 5: Collagen

Die beklebten Birnen stellen die ersten Versuche und Annährungen der Klasse 5b an die verschiedenen Collagetechniken dar. Es sind Ergebnisse der ersten Übungsphase. Ein Schwerpunkt dieser Übungsphase lag dabei auf der Erforschung der Materialwirkung und dem Materialumgang. Die zusammengestellte Papiersammlung macht die Materialunterschiede anschaulich und forderte Vergleiche heraus. Übungsphasen gehören zum zentralen Bestandteil des Kunstunterricht, da diese einen Bewertungsraum für den experimentellen Umgang mit den neuen Techniken und einen reflektierten Umgang mit den Materialien und ihrer Wirkung ermöglichen. Anhand dieser Collagen können die einzelnen Collagetechniken wie das Reißen, Knüllen, Schneiden, Überkleben und Faltens erkannt werden. Einige Techniken wurden auch einzelnen Birnen kombiniert.

Jahrgang 6: Unser Traumklassenzimmer

Insbesondere bei diesem Projekt, welches im November gestartet wurde, wurde auf den Wunsch der Lernenden nach Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Farb- und der Materialauswahl sowie dem Ausleben ihrer Kreativität eingegangen. Die Lernenden haben nach Picassos Motto „Ich suche nicht, ich finde“ mit Spontanität und Experimentierfreude diese Aufgaben bewältigt. Bei diesem Projekt bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ihre Bedürfnisse und Vorstellungen hinsichtlich der individuellen Möbelgestaltung eines Traumklassenzimmer auszuleben. Zu ihren Vorstellungen der individuellen Möbelgestaltung konnten sie sich unter Verwendung von verschiedenen Werkstoffen auf experimentellem sowie angeleitetem Weg ausprobieren. Durch die Hohe Schülerrelevanz hat sich die Motivation der Lernenden über ein halbes Jahr stabil halten können. Denn die Thematik des Wohnraumes spiegeln somit einen zentralen Bezugspunkt der persönlichen Identität von Kindern und Jugendlichen wider und trägt maßgeblich zu Identitätsfindung bei. Des Weiteren stellte es ein Klassenprojekt dar, sodass die Klassengemeinschaft durch die gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozesse zusammengewachsen ist.

Jahrgang 9: Acrylmalerei

Die Werke „Acryl auf Leinwand“ stellen hierbei die ersten Versuche der 9. Klasse die verschiedenen Effekten und Strukturen in der Acrylmalerei zu erforschen und auszuprobieren. Hierbei haben sich die Lernenden alleine oder in Partnerarbeit an eine Technik gewagt. Sie haben unter anderem die Rakeltechnik, die Spachteltechnik, die Schwammtechnik, die Sgrafittotechnik und die Punktetechnik angewendet. Zudem wurde nicht nur mit Acrylfarben sondern auch mit Modelliermasse gearbeitet. Im Rahmen dieser Einheit ging den experimentellen Aspekt hinsichtlich der Techniken, der Farbwirkung sowie dem Umgang mit den Malutensilien.

Jahrgang 9: Perspektivisch Zeichnen

Die Schülerinnen und Schüler lernen durch das perspektivische Zeichnen, sich in ein neues Verhältnis zu ihrer Umgebung zu setzen, denn perspektivisches Sehen will gelernt sein. Hierbei wurde sich mit drei verschiedenen Perspektiven beschäftigt: der Zentralperspektive, Vogelperspektive und der Froschperspektive. Die Lernenden zeichneten dabei mit einem sowohl auch mit zwei Fluchtpunkten Gebäude und Straßenecken aus verschiedensten Blickwinkeln.

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