ETHIK

Es lernt nicht der, der kann, sondern der, der will!“

 

Aus der Philosophie „geboren“ befasst sich die Ethik mit Fragen z.B. nach der Moral, Glück, Liebe und Gerechtigkeit. Damit bildet sie die Basis unseres Handelns.

Aber was ist gut, was ist schlecht? Was ist richtig, was ist falsch?

Stets wägen wir ab und müssen entscheiden, wie wir in Gemeinschaft leben und diese bilden wollen. Wie soll das Leben im Miteinander aussehen? Deshalb schauen wir sowohl auf uns und unsere Kultur und damit verbundenen Traditionen, als auch auf andere Kulturen, Traditionen, Wertevorstellungen, Religionen usw.

 

In den einzelnen Jahrgängen sollen die SuS befähigt werden, sich und andere wahrzunehmen und sich mit entsprechender Würde und dem gegenseitigen Respekt konstruktiv auseinander zu setzen.

 

Ethik wird in 2 Stunden pro Woche unterrichtet.

Unterrichtsinhalte

Das Fach Ethik an der Wollenbergschule befasst sich mit allen relevanten Themen auf der Ebene des Wechselspiels zwischen Individuum und Gesellschaft/Gemeinschaft.


In der Behandlung aktueller Fragen für Individuum und Gesellschaft wird angestrebt, aus verschiedenen Perspektiven argumentativ nach Lösungen zu suchen.


Dabei ist ein zentraler Aspekt jeweils Pro und Contra-Argumente zu finden, sowie die Fähigkeit zu entwickeln, sich gemeinschaftsdienlich und möglichst empathisch in sein Umfeld einzubringen.
Da SuS unterschiedlich lernen, wird im Ethikunterricht darauf geachtet, möglichst „adaptiv“ zu arbeiten, d.h. Lernziele, Lerninhalte und Lernzeiten werden an den Entwicklungsstand der Lernenden angepasst. Darüber hinaus soll jede/r dennoch weitgehend selbstständigkeitsorientiert arbeiten und Ergebnisse präsentieren lernen.

 

Als Orientierung und Themenvorgabe dienen die im Fach Ethik verwendete Lehrbücher
   •    Leben leben
   •    Wege-Werte-Wirklichkeiten
   •    Respekt
   •    Fachzeitschrift Ethik und Philosophie

Folgende Themenbereiche sollen handlungs-und lebenspraktische Maßstäbe für das Zusammenleben von Individuum und Gesellschaft bieten:

   •   Gewissen und Verantwortung 

   •    Gewissenskonflikte und Gewissensentscheidungen im Alltag

   •    Recht und Gerechtigkeit / Erfahrungen von Gerechtigkeit und
        Ungerechtigkeit 

   •    Selbst und Welt

   •    Freiheit und Würde

   •    Wahrheit und Wirklichkeit

   •    Mensch, Natur, Technik


   •    Religionen, Weltbilder und Kulturen

Wir beginnen in den Jg.5/6
mit der Auseinandersetzung eigener und fremder Gefühlen sowie Interessen und Grunderfahrungen menschlichen Lebens in Familie und Schule. Zunächst gehen wir der Frage nach „Wer bin ich?“. Im Umgang mit dem Thema“ Erfolg und Misserfolg?“ verfolgen wir das Ziel, der Bewusstmachung und des Umgangs mit positiven und negativen Aspekten. Schließlich sollen die Schüler*inen sensibilisiert werden für Themen der Empathie und dem Gedanken, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen sowie Entscheidungsspielräume für eigenes Handeln erkennen, Konflikte lösen und beides im schulischen Umfeld erproben.

   •    Selbst und Welt
   •    Mein Monster des Alltags gestalten 
   •    Meine Gefühle
   •    Unterschiedliche Freundschaften/ Freundschaft zwischen den Kulturen
   •    Mensch, Natur und Technik

Jg.7/8
starten mit dem Focus auf sich und selbst und ihr Umfeld. Die Themen aus Jg.5/6 werden vertieft. Die Schüler*innen lernen Zusammenhänge sprachlich möglichst präzise inhaltlich angemessen darzustellen, dabei auf Bedürfnisse (eigene und die der anderen) zu achten, sowie Konsequenzen eigenen und fremden Handelns oder auch Nichthandelns zu beschreiben und zu bewerten.

   •   Glückssucher und Sinnfinder
   •    Selbst und Welt 
   •    Genderthematik 
   •    Entwicklung des Ichbewusstseins 
   •    Selbst- und Fremdwahrnehmung, persönliche Erfahrungen und psychologische Ansätze 
   •    Liebe
   •    Rollen- und Rollenbilder, soziale Rollenbilder
   •    Macht der Worte (Konflikte und Konfliktlösungen)

Jg.9/10
beginnen mit der genaueren Betrachtung von Bedürfnissen. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus auf menschliche und tierische Bedürfnisse/Lebensumstände. 
Die Schüler*innen befassen sich mit den vielfältigen Zusammenhängen des Lebens in der Gesellschaft, zeigen verschiedenen Faktoren auf und lernen die unterschiedlichen Folgeerscheinungen zu benennen. In Verbindung mit unterschiedlichen Weltverständnissen reflektieren sie eigene Verhaltensweisen und leiten Schlussfolgerungen für ihr Verhalten ab. Die Reise endet mit der genaueren Betrachtung der Hauptreligionen unter dem Aspekt Perspektiven auf unterschiedliche Menschen- und Weltbilder einzunehmen, zu erfassen und zu beschreiben

   •   Soziale Beziehungen 
   •    Veränderungen und Konflikte als Realität (an)erkennen
   •    Bedürfnisse und Gefühle
   •    Abraham Maslows Bedürfnispyramide
   •    Konflikte und Gewalt/ Ursachen und Möglichkeiten der Bewältigung
   •    Gewalt und Gewaltprävention
   •    Zivilcourage
   •    Existenzielle Erfahrungen
   •    Individuelle Entwicklungsaufgaben
   •    Zusammenhänge zwischen natürlichen Bedingungen, gelingendem Leben und Verhalten der Menschen
   •    Massentierhaltung
   •    Ökologischer Fußabdruck
   •    Weltbild und Menschenbild


Wir setzen individuell, je nach Interesse der Schüler*innen,  Schwerpunkte.

Unterrichtsreihen mit Vorbildern, "Helden"; Identität(-suche), Dilemmata-Geschichten und-diskussionen; Kurzfilme und Filme zu den Themen Identifikation und Identität, Freiheit, Gerechtigkeit, Religion und Kulturen, aber auch „Mobbing“u.a. sozial- und gesellschaftskritische Themen sind empfehlenswert, um die verschiedenen „Lerntypen“ in einer Klasse, in einem Jahrgang,  durch das Fach Ethik mitnehmen zu können.

Möglichen Exkursionen/Projekte:
 

   •    Besuch von nachhaltig wirtschaftenden Gewerbetreibenden 

   •    Kleiderkreisel, Repairveranstaltungen, Flohmarkt von SuS für SuS

   •    Poetryslam Veranstaltung

   •    Ausstellung zu speziellen Themen


   •    Engagement bei Veranstaltungen in Moschee, Synagoge